Dramatischer Anstieg von „Kurzschlussstraftaten“?

Lösen unsere Behörden solche Straftaten evtl. sogar selbst aus?

Fast täglich könnte man von Straftaten berichten, die buchstäblich fassungslos machen. Mütter, die ihre Kinder umbringen, Väter, die ganze Familien auslöschen und Menschen , die in ihrer Verzweifelung vollkommen Unbeteiligte und dann sich selbst töten…

Nun könnte man es sich einfach machen und diese Menschen als „labile“ oder „geistig gestörte“ Personen abstempeln und wieder zur Tagesordnung übergehen, oder sich ernsthaft fragen, woran diese erschreckende Entwicklung tatsächlich liegt? Meist gab es vorab nämlich deutliche Anzeichen für die spätere Tat, die man im Umfeld dieser Personen nur nicht wahrgenommen hat! Sogenannte „Hilfeschreie“, die man ohnehin gerne überhört oder gar genervt ignoriert.

Erst sind die späteren Täter überfordert, dann depressiv und am Ende nur noch unkontrolliert aggressiv. Ein Vorgang, der sich meist schleichend und nicht selten parallel zu einem juristischen Vorgang entwickelt. Unser Rechtsstaat, der sich mit nummerierten Aktenzeichen organisiert und dadurch jegliche Empathie zur individuellen Situation eines betreffenden Menschen verliert, könnte daher oftmals selbst der Auslöser solcher „Kurzschlussstraftaten“ sein? Nichts setzt einen Bürger mehr unter Druck, als Ärger mit dem Gesetz.

Nun wäre das auch vollkommen vertretbar, wenn dadurch der Grundgedanke „vor dem Gesetz sind alle gleich“ ausgeübt würde. Im Grunde möchte man durch diese Aktenzeichen auch keine individuellen Unterschiede bei gewissen Entscheidungen machen. Vermutlich ist das bei der Menge an Entscheidungen auch gar nicht möglich.

Dennoch stehen hinter jedem Aktenzeichen Menschen, denen durch die jeweilige Entscheidung schwere Eingriffe in ihr Leben entstehen können.

Es ist daher förmlich zu beobachten, wie sich Menschen unter dem Druck solcher juristischer Vorgänge immer mehr verändern und völlig unterschiedlich damit klarkommen. Hierbei  sind es oftmals sogar die besonders netten Menschen, deren Enttäuschung irgendwann in maßlose Wut wechselt und fatale Folgen nach sich ziehen.

Leider sind die Entscheidungsträger in solchen Angelegenheiten jedoch meist nicht in der Lage zu erkennen, welche Folgen sie mit ihrem pauschalisierten Handeln auszulösen. Während eine Geldstrafe oft sogar automatisiert entschieden wird, steht auf der anderen Seite ein Mensch, der diese Strafe erstmal ins Verdienen bringen muss, um sie begleichen zu können. Woher dieses Geld kommt, interessiert die Behörde hierbei nicht. Oftmals wird an dieser Stelle sogar erst der Grundstein für tatsächliche Straftaten gelegt, die sich als einzige Lösung zum Begleichen der vom Staat geforderten Summe darstellen. Während die „Verfolger“ der Meinung sind, dass Sie „im Namen des Volkes“ handeln und die Interessen der Gesellschaft vertreten, hat der Verfolgte für sich und seine Familie extremste Existenzängste auszustehen, welche sich auch auf die völlig unbeteiligten Kinder auswirken können.

Es ist daher nicht auszuschließen, dass dieser staatlich ausgeübte Druck auf den Bürger erst der Auslöser solcher Verzweiflungstaten ist und die Entladung dieser Situation in der Regel an der Familie stattfindet. Stets hört man im Umfeld dieser Täter, dass sie unauffällige und hilfsbereite Bürger waren, die an einem einzigen schwarzen Tag für sich und ihre unschuldigen Kinder keine Zukunft mehr sahen.

Man kann daher nur öffentlich und möglichst laut an die Verantwortung der Entscheidungsträger appellieren. Hinter jedem Aktenzeichen verbirgt sich mindestens ein Mensch und somit höchste Verantwortung! Menschen dürfen nicht fließbandmäßig abgekanzelt werden und persönliche Umstände müssen hinterfragt und berücksichtigt werden.

Die Menschlichkeit, die man in den letzten Jahren gegenüber Dritten aus fremden Ländern gezeigt hat, muss für die eigenen Bürger im Land auch gelten! Entscheidungsträger, denen es wiederholt an notwendiger Objektivtät und Empathie fehlt, müssen erkannt und notfalls ausrangiert werden.

Während man bei Straftaten von Konzernen und Juristen jeden erdenklichen Blödsinn als „entlastend“ wertet und Strafverfahren in Rekordzeit wieder einstellt, werden Ordnungswidrigkeiten gegen einzelne Bürger mit aller Härte durchgesetzt. Dies wird in der Regel auch gerechtfertigt sein, dennoch gibt es oftmals Gründe, weswegen Verordnungen auch unverschuldet nicht erfüllt werden können!

Solche Umstände sollten stets zu Gunsten eines Bürgers entschieden werden, da es nie „im Namen des Volkes“ Urteile geben würde, die sich gegen den eigenen unverschuldet in Not geratenen Bürger richten.

Die Redaktion ist daher überzeugt davon, dass ein positiver Umgang mit dem Bürger, deutlich weniger Kurzschlusshandlungen auslösen würde, als wenn der Bürger Grund dafür hätte, sich vom eigenen Land verraten und verkauft zu fühlen.

Positive Stimmungen lösen auch positive Entwicklungen aus…

 

 

 

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