Auffälligkeiten bzgl. Unregelmäßikeiten bei einem Fahrzeughersteller verdichten sich

Compliance…ein Wort das zur reinen Makulatur abdriftet, wenn man sich ansieht, wie die veröffentlichten Absichten von dem tatsächlichen Konzernverhalten abweichen?

Eine Gruppe von Mitarbeitern melden sehr bedenkliche Compliance-Verstöße, die sich darauf beziehen, dass die von den Mitarbeitern eingebrachten Ideen ohne die festgelegte Prämierung vom Konzern abgegriffen werden. 

Das Ideen von Außenstehenden mit der Argumentation „signifikante Unterschiede“ als eigene Innovationen vorgespiegelt werden, wurde bereits zur Strafanzeige gebracht. Diese angeblich eigenen Innovationen manipulieren den Aktionär, wie auch den potenziellen Aktionär bei seinem Kaufverhalten und lassen den Getäuschten die weitere Entwicklung des Aktienwertes falsch einschätzen.

Bei den Mitarbeitern besteht vertraglich der Anspruch, dass sie bei einer ihrer genutzten Ideen 30 % des jährlichen Konzernvorteils erhalten. Hierfür galt bis Ende 2015, dass nach Einreichung einer Idee eine Prüfung stattfindet, die über die Nutzung entscheidet. Sollte die Idee angenommen werden, so entsteht der Anspruch für den Mitarbeiter. Sollte die Idee jedoch abgelehnt werden, so bestand nach 3 Jahre lang ein Prioritätsanspruch für den Mitarbeiter. Wäre innerhalb dieser 3 Jahre die Idee immer noch umgesetzt worden, so hätte der Mitarbeiter weiterhin Anspruch auf die Prämie.

Nun kam man auf die schlaue Idee, diese Frist auf 2 Jahre zu verkürzen. Das unfaire daran jedoch ist, dass diese Frist bereits mit der Einreichung beginnt und oftmals die Prüfung schon länger als 2 Jahre andauern könnte. So kann man die Idee des Mitarbeiters deutlich früher nutzen, ohne die Prämie an den Mitarbeiter leisten zu müssen!

Alle Versuche sich dagegen zu wehren scheinen vollkommen aussichtslos zu sein, weil während des Recherchezeitraums im Vorstand ein Ex-Richter saß, im Aufsichtsrat ein noch tätiger Richter sitzt und selbst der Ombudsmann ein Ex-Richter und früherer Kollege des Vorstandes war. Eine neutrale Stelle ist somit nicht erkennbar. Auch vor Gericht erscheint es aussichtslos gegen dieses „Kollegium“ anzukommen.

Da diese Umstände den Aktionären anders vorgespiegelt werden und die informierte Überwachungsbehörde nicht eine einzige Presseanfrage hierzu beantwortet hatte, wandte man sich nun an die Behörden im Ausland. Eine mögliche Aktionärstäuschung würde Aktionäre in der gesamten Welt betreffen, weswegen nicht nur die Behörden in Deutschland zuständig sein könnten.

Bedauerlich ist es für die Mitarbeiter und deren Familien, die teils seit Jahren vergeblich um ihr Recht kämpfen und mittlerweile keine Aussichten mehr haben, an ihre Prämien zu gelangen. Auch die vereinnahmten Ideen von konzernfremden Personen werden absolut abgebrüht als eigene Entwicklungen angesehen, obwohl es teils bereits EAN-registrierte Produkte gab und auch Veröffentlichungen einen anderen Urheber nachweisen.

Wir halten es daher grundsätzlich für bedenklich, wenn Konzerne sich Richter bzw. Ex-Richter in ihre Führungsebenen „einkaufen“ können.

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