Warum bleiben die Behörden gegen Konzerne untätig?

Man könnte oberflächlich annehmen, dass man „der Wahrheit auf den Grund gehen möchte“, jedoch werden recherchierte Hinweise der „nicht abhängigen“ Presse scheinbar gänzlich ignoriert?

Die Abteilung „Wertpapieraufsicht“waage-justiz  der BaFin erhielt mehrfach Anfragen und Hinweise zu Aktionärstäuschungen eines deutschen Autobauers. Die Nachweise waren letztes Jahr noch als so eindeutig angesehen worden, dass man seitens der Behörde ein Strafverfahren eingeleitet hatte. Dieses Jahr blieben mehrfache Anfragen diesbezüglich gänzlich unbeantwortet?

Die zuständige Staatsanwaltschaft war jedoch der Meinung, dass man bzgl. einer Verantwortlichkeit bei diesem Fahrzeughersteller nicht nur eine Ermittlung, sondern auch bereits schon die Vorprüfung ablehnt. In Rekordzeit wurde der Vorgang ohne jegliche Vernehmung eingestellt und auch nach diversen Beschwerden nicht wieder neu eröffnet.

Die von uns recherchierten und vorgetragenen „worst case“ Szenarien sind zwischenzeitlich exakt so eingetreten und 2 Menschen unvorstellbar qualvoll gestorben. Erneut haben wir die Sachverhalte angezeigt und warten nun auf eine erste Reaktion…oder zumindest auf eine erste Vernehmung.

Teil 1 der recherchierten Vorwürfe beziehen auf einen erheblich verbesserten und lebensrettenden Informationsweg für Rettungskräfte, der von einem Fahrzeughersteller als eigene „Innovation“ der Welt präsentiert wurde, jedoch bereits Jahre zuvor von einem Privatmann entwickelt und veröffentlicht war. Hierzu hatte der Privatmann bereits ein offiziell über einen EAN-Code, wie auch über eine PZN-Nummer, registriertes Produkt auf dem Markt gebracht. Bis zu dem Zeitpunkt, als der Fahrzeughersteller die Urheberschaft dieses Informationsweges für sich beanspruchte und weltweit auch so veröffentlichte, war vorgesehen, dieses Rettungsprodukt im Kassenbereich der Handelsketten zu platzieren. Es galt bis dahin als wirksamste Gegenmaßnahme gegen die Todesursache von rund 19000 Menschen im Jahr. Nachdem die Urheberschaft mit dieser falsch dargestellten Pressemeldung jedoch in Frage gestellt war, wollten die Einkäufer der Handelsketten kein Risiko eines möglichen Rechtsstreites mit dem Autohersteller riskieren, weswegen sie ihre Vermarktungsabsichten absagten. Zudem erschien das lange zuvor registrierte Produkt plötzlich als Plagiat der neuen „Innovation“ des Autoherstellers. Dieses Leben rettende Produkt kam dadurch nie in die Läden und ist bis heute als Schutzvorkehrung ungenutzt.

Der Fahrzeughersteller hingegen hat sich mit dieser Darstellung bei den Aktionären, wie auch bei den potenziellen Aktionären in ein besonders gutes Licht gerückt. Getoppt wurde diese Darstellung noch, in dem man dem Leser vorspiegelte, dass man gewollt auf eine Patentierung verzichtet hätte, um auch allen Mitbewerbern die Möglichkeit einer problemlosen Nutzung zu „verschenken“. Soviel Gutmenschentum verdient buchstäblich weltweite Unterstützung durch Aktienkäufe. Hingegen lies man den eigentlichen Erstentwickler seitens des Fahrzeugherstellers ausbluten! Weder hatte der Fahrzeughersteller diese Idee als erstes veröffentlicht, noch wäre diese Idee patentfähig gewesen! In beiden Punkten wurden potenzielle Zukäufer von Aktien daher getäuscht und mit falschen Kauf- Motivationen zum Zukauf von Aktien animiert. Der Fahrzeughersteller wurde selbstverständlich mehrfach und auf unterschiedlichen Kommunikationswegen zur Richtigstellung aufgefordert. Mit den trockenen Worten „signifikante Unterschiede“ lehnte eine Juristin des Unternehmens jedoch jegliche Richtigstellung ab.

Dieses Vorgehen widerspricht dem nach Außen selbst dargestellten Bild des Fahrzeugherstellers. Nicht nur der tatsächliche Erstbekanntgeber dieser Leben rettenden Idee wurde als weiterer Marktteilnehmer aus einer Machtposition heraus übergangen und wirschaftlich vernichtet, sondern auch die Bevölkerung allgemein hat durch dieses Handeln keinen Vorteil erlangt. Alle halbe Stunde stirbt ein Mensch durch eine medizinische Fehlbehandlung bzw. in folge von Fehlern bei Erstmaßnahmen durch Rettungskräfte. Grund dafür sind meist fehlende Informationen über die medizinische Vorgeschichte eines Patienten. Das vom tatsächlichen Urheber dieser Idee entwickelte Rettungsprodukt, versorgt daher Rettungskräfte noch am Unfall sekundenschnell mit allen notwendigen Informationen zur kontrollierten Menschenrettung. Es wäre daher für die Bevölkerung wünschenswert gewesen, wenn dieses Produkt zu dem geplanten Preis von nur 3 € jährlich für ausnahmslos jeden Bürger erschwinglich gewesen wäre. Für die Entscheidungsträger in den Behörden scheinen jedoch leider die wirtschaftlichen Interessen des Fahrzeugstellers deutlich über den Leben erhaltenen Interessen der Bevölkerung zu stehen?

Teil 2 der recherchierten Vorwürfe beziehen sich auf bewusste Fehlinformationen bzgl. der Sicherheit von Elektro- und Hybridfahrzeugen. Mistery Shopper der Beraterkontrolle aus Berlin haben sich bundesweit auf eigene Kosten die Mühe gemacht Testkäufe bei diesem Fahrzeughersteller durchzuführen. Hierbei war das Ziel zu erfahren, wie ehrlich die bundesweit gleich geschulten Verkäufer mit dem Thema „Sicherheit von Elektro- und Hybridfahrzeugen“ umgehen.

Es wurde hierbei stets ein Top-Produkt für ca. 160000 € getestet. Die „Beratung“ war in erster Linie verkaufsorientiert, weswegen man auch schnell zu einem konkreten Angebot gelangte. Dann kam die große Frage nach der Sicherheit dieser Fahrzeuge… Hierbei wurde meist der eigentliche Marktführer verunglimpft und es wurde mitgeteilt, dass dieser „fahrende Bomben“ anbietet, die mit dem Top-Produkt der eigenen Marke nichts gemeinsam hätten. Die eigenen Fahrzeuge wären sicher. Nur ein Verkäufer aus Potsdam war ehrlich und formulierte die Antwort so: „Gemäß meinen Schulungen müsste ich Ihnen jetzt erzählen, dass die Fahrzeuge sicher sind, wenn es jedoch wirklich ein entscheidendes Kaufkriterium für Sie ist, rege ich an, dass Sie sich nochmals woanders informieren.“. Bravo, dass war eine faire Antwort!

Denn wir haben uns vorher bereits informiert und uns das Schulungsmaterial der Feuerwehr beschafft, welches alles andere als die sonstigen Aussagen der Verkäufer bestätigt! In diesem Schulungsmaterial spricht man zusätzlichen Lebensgefahren durch Explosionen…durch Verbrennungen…durch Verätzungen…durch Vergiftungen…durch Stromschläge…durch austretende Dämpfe und einiges mehr. Zudem sieht man die Umwelt einer erhöhten Gefahr ausgesetzt, sollte in Folge eines Unfalls Flusssäure ins Erdreich gelangen. Minimale Mengen sollen das Grundwasser einer gesamten Region kontaminieren können!

Sicherlich erwartet man diese ausführliche Belehrung nicht von einem Fahrzeugverkäufer, dennoch sehen wir eine bundesweit geschulte Aussage, dass diese Fahrzeuge genauso sicher wie Benziner seien, als vorsätzlich falsch an!

Den Aufsichtsrat des Fahrzeugherstellers darauf angesprochen, stießen wir auf vollkommenes Unverständnis, was man denn nun ändern sollte? Wieder erscheint dieselbe Juristin, die sinngemäß mitteilt, dass man sich nicht anders als andere Hersteller verhalte und sie alles im gesetzlichen Rahmen sehe. Ein Dreizeiler und damit war das Thema erledigt.

Die Redaktion übergab die Ergebnisse dieses Tests daraufhin ebenfalls den Behörden mit einem ausdrücklichen Hinweis, dass es nur eine Frage der Zeit wäre, bis Menschen, die im guten Glauben ein sicheres Fahrzeug erworben zu haben, in folge der benannten Zusatzgefahren ums Leben kommen werden! Auch hier sah man seitens der Behörden keinen Handlungsbedarf und ignorierte unsere wiederholenden Mahnungen.

Mittlerweile ist nun unser Hinweis bittere Realität geworden und 2 Menschen verbrannten in ihrem Fahrzeug. Hierbei handelte es sich nicht um die getestete Automarke, sondern sogar um den Marktführer dieser Technologie! Gepanzerte Einbettungen der Akkus, wie auch die angeblich „sicheren Abschaltsysteme“ versagten, wodurch die beschädigten Akkus wie eine Sylvesterbatterie nacheinander explodierten. Ewige 15 Minuten mussten Rettungskräfte zuschauen, wie Menschen vor ihren Augen verbrannten! Kein nicht vorhersehbarer Unglücksfall, sondern eine völlig  vorhersehbare Folge dieser Technologie, die bereits seit Jahren Inhalt jeder Feuerwehrschulung war.

Wir sind daher der Meinung, dass man bei einem Kaufpreis von 160000 € einem Käufer diese Gefahr nicht vorsätzlich falsch mitteilen darf! Ein Familienvater, dessen Kinder auf dem Rücksitz verbrennen und der nach einem solchen Ereignis erfährt, dass er vom Verkäufer zum Zwecke des Umsatzes belogen wurde, wird wohl kaum Verständis für diese Geschäftmethoden aufbringen…weil er weiß, dass er bei wahrheitsgemäßer Aussage, dieses Fahrzeug niemals gekauft hätte und seine Kinder somit noch leben könnten! Es ist daher die Pflicht unserer Behörden diese Geschäftsmethoden, ungeachtet der Macht dieses Fahrzeugherstellers, strafrechtlich zu verfolgen…und das möglichst bevor es weitere Todesfälle gibt. Es geht nicht um die Tatsache, dass eine Vermeidung dieser Zusatzgefahren bei dieser Technologie unmöglich ist, sondern um die wahrheitsgemäße Aufklärung der Käufer! Bei jedem Bank-und Finanzgeschäft, verbringt man mittlerweile mindestens eine Stunde mit der Risikobelehrung und bei Fahrzeugkäufen, die buchstäblich das Leben der Käufer betreffen können, besteht keinerlei Aufklärungspflicht?

Da bisher, außer der Benennung des Aktenzeichens keinerlei Reaktion auf die erneute Strafanzeige kam, informieren wir vorab (ohne die Benennung von Markennamen) unsere Leser.

Wir hoffen, dass der Tod der beiden Menschen nun zumindest dafür sorgen wird, dass die Behörden endlich im Sinne der Verbraucher einen Handlungsbedarf sehen.

Wir stellen unsere Informationen seriösen Formaten anderer Journalisten gerne zur Verfügung und verfolgen in dieser Sache keine wirtschaftlichen Interessen.

 

 

 

 

 

 

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