Werden die möglichen Gefahren durch Elektrofahrzeuge den Verbrauchern gegenüber verharmlost?

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Das die Fahrzeuge nicht wirklich Umwelt schonender als anfangs dargestellt sind, haben Experten ja bereits festgestellt, aber noch bedenklicher wird es, wenn man sich mal das Schulungsmaterial der Feuerwehr googelt, welches bei Plug In Hybrid- und Elektrofahrzeugen auf sehr bedenkliche Zusatzgefahren hinweist.

So ist es nahezu unmöglich die Akkus so einzubetten, dass man eine Verformung durch einen Unfall 100% ausschließen kann. Kommt es zu einer Verformung durch einen Unfall, so spricht man in diesen Schulungsunterlagen von folgenden „Lebensgefahren“:

– erhöhte Gefahr durch einen Brand bzw. durch eine Explosion
– erhöhte Gefahr durch Verätzung aufgrund auslaufender Flüssigkeit
– erhöhte Gefahr durch giftige Dämpfe
– erhöhte Gefahr durch tödliche Stromschläge
– erhöhte Umweltgefahr durch auslaufende hochgiftige Flüssigkeiten ins Erdreich

Bundesweite Testkäufe bei einem großen Fahrzeughersteller haben ergeben, dass diese Informationen beim Kauf dieser Fahrzeuge meist sehr verharmlost dargestellt oder sogar gänzlich verschwiegen wurden. Man hat sogar mehrfach von sich abgelenkt und die Fahrzeuge andere Mitbewerber als „fahrende Bomben“ bezeichnet. Nur ein Verkäufer aus Potsdam teilte ehrlich mit, dass er mir gemäß seiner Konzern-Schulungen mitteilen müsste, dass die angebotenen Fahrzeuge 100% sicher seien. Wenn es für mich jedoch ein wichtiges Kaufkriterium sei, regte er an, dass ich mich nochmals bei anderen Quellen informiere.

Der Konzern wurde daraufhin auf diese festgestellten „Kundentäuschungen“ journalistisch angesprochen, jedoch wurde die Anfrage nie beantwortet.

Noch gespenstiger wird es, wenn man nun 40 Tonner (LKWs) computergesteuert über die Autobahn fahren lassen möchte. Da die Steuerung in der Regel immer auf GPS-Daten zurückgreift, stelle ich mir mal die Frage, was passieren würde, wenn sich „kranke Menschen“ mit einem GPS Störsender auf eine Autobahnbrücke stellen würden, um festzustellen, ob diese Technologie einer solchen Manipulation standhält?

Neue Technologien sind was tolles und man hat manchmal das Gefühl, dass Politiker sich geradezu überschlagen, um in der Geschichte aus derjenige zu gelten, der als erstes den Weg an den Verbraucher ermöglichte. Wenn dann aber was schiefgeht, will niemand verantwortlich sein.

Einem Verbraucher ist daher zu raten, dass er sich wirklich umfänglich informiert. Die Verkäuferargumente klingen da manchmal ganz anders, als die Aussagen der Rettungskräfte. Und auch so mancher Test, hat eher eine Alibifunktion, wenn ein 3 Tonnen schweres Fahrzeug, welches in unter 4 Sekunden auf 100 Km/h beschleunigt werden kann, bei einer Testgeschwindigkeit von 50 Km/h als „sicher“ beurteilt wurde.

Wenn sich ein Verbraucher bei möglichst vollständiger Gefahrenaufklärung für so ein Fahrzeug entscheidet, konnte er zumindest für sich und seine Familie sein persönliches Risiko abschätzen. Wenn Käufern die Gefahren jedoch verharmlost oder gar gänzlich abgestritten werden, könnte man eine vorsätzliche Täuschung darin erkennen.

Nachtrag vom 12.11.2016

Leider haben sich nur wenige Tage nach unserem Bericht die gestellten Fragen auf grausame Weise selbst beantwortet. Ein Tesla kostete nach einem Unfall 2 Insassen das Leben. Direkt nach einem Aufprall in einen Baum löste sich eine explosive Kettenreaktion bei den dadurch beschädigten Akkus aus. Wie ein Knallfrosch explodierte eine Akkukammer nach der anderen und verhinderte jede Möglichkeit die Insassen zu retten. Die Rettungskräfte mussten trotz ihrer Anwesenheit die Insassen verbrennen lassen. Experten haben die Meinung geäussert, dass die Insassen in einem Fahrzeug dieser Klasse mit Benzinmotor vermutlich mit leichten Verletzungen überlebt hätten.

Bereits am 19.05.2015 hat unsere Redaktion gegen einen deutschen Fahrzeughersteller Strafanzeige erstattet, weil in einem bundesweiten Test festgestellt wurde, dass die Verkäufer dieses Fahrzeugherstellers, jegliche Zusatzgefahren gegenüber den Käufern beim Verkaufsgespräch abgestritten hatten. Damals hat die Staatsanwaltschaft gegen diesen Fahrzeughersteller nicht nur jegliche Ermittlungen vehement abgelehnt, sondern sogar bereits die Vorprüfung als nicht notwendig angesehen. Der Anzeige wurde in Rekordzeit abgeschmettert!

Es wäre schön, wenn die Kunden zukünftig anhand wahrheitsgemäßer Informationen ihre Kaufentscheidung überdenken könnten…denn auch wenn die Autoindustrie die unbestreitbaren Gefahren gerne verschweigen würde, sollten zumindest unsere Behörden im Sinne der Kunden handeln!

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